Volksbühne Michendorf will zum normalen Theaterbetrieb zurückkehren und stellt kompletten Spielplan für 2022 vor

Nach den Corona-Einschränkungen und Zwangspausen will die Volksbühne Michendorf zum normalen Theaterbetrieb zurückkehren und stellte jetzt einen kompletten Spielplan für 2022 vor – mit sieben Premieren und einer neuen Konzertreihe. Zu sehen ist auch ein berühmtes dänisches Gaunertrio.

Nach den Corona-Einschränkungen und Zwangspausen will die Volksbühne Michendorf in den normalen Theaterbetrieb zurückkehren und stellt einen kompletten Spielplan für 2022 vor. „Wir haben einen Spielplan wie vor der Pandemie und gehen davon aus, dass wir ihn auch umsetzen werden“, sagte Steffen Löser, einer der beiden Direktoren des Theaterhauses, gegenüber der MAZ.

Derzeit gilt für Theaterbesuch die 3G-Regel

Er rechnet damit, dass die strengen Corona-Regeln spätestens im Frühjahr 2022 aufgehoben werden. „Theater lebt vom Publikum und wir sind froh, wenn das Haus wieder voll sein kann“, sagte er. Derzeit gilt für den Theaterbesuch in Michendorf wieder die 3G-Regel, nachdem im Landkreis Potsdam-Mittelmark die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge die Marke von 35 überschritten hat: Zutritt haben derzeit Geimpfte, Genesene und negativ Getestete.

Erste Premiere am 7. Januar

Die Volksbühne Michendorf will im nächsten Jahr mit sieben Premieren, einigen Lesungen und einer neuen Konzertreihe das Publikum anlocken und begeistern. Los geht es am 7. Januar mit dem Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer. Die Produktion des sozialkritischen Dramas, in dem Obrigkeitshörigkeit und Militarismus aufs Korn genommen werden, stand schon 2021 auf dem Spielplan, der wegen Corona aber gehörig durcheinander gewirbelt worden war. Das berühmte Werk konnte deshalb nicht wie geplant in diesem Jahr auf die Bühne gebracht werden und ist nun einige Monate später in der neuen Theatersaison zu sehen.

Am 18. Februar 2022 folgt die nächste Premiere, bei der Volksbühnen-Direktor Christian A. Schnell im Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“ von Eberhard Streul selbst auf der Bühne stehen wird. Schnell spielt darin die Hauptrolle – den Theaterrequisiteur Bieder, der wegen eines Fehlers des Theaterdisponenten an einem Tag, an dem das Theater eigentlich geschlossen sein sollte, unvermittelt einem vollbesetzten Zuschauerraum gegenüber steht. „Nach kurzer Irritation überspielt er die ungewohnte Nähe mit dem Publikum und geht, indem er aus seinem Leben erzählt, immer mehr aus sich heraus. Er lebt und lässt erleben“, heißt es in der Ankündigung.

„Die Michendorfer“ spielen die Olsenbande

Theaterfreunde sollten sich auch den 4. März vormerken: Gespielt wird das Stück „Halpern & Johnson“ von Lionel Goldstein, bei dem ein Grab, eine Parkbank und zwei Männer das Bühnenbild und die Szenerie bestimmen. Ab dem 29. April steht die irrwitzige Farce von Ray Cooney „Taxi, Taxi – Doppelt hält besser“ auf dem Spielplan. Und nach der Sommerpause wird das Schlagwort „mächtig gewaltig“ häufiger auf der Bühne zu hören sein. Das Ensemble „Die Michendorfer“ präsentiert in der Volksbühne das Stück „Die Olsenbande dreht durch“. Das Wiedersehen mit dem dänischen Gaunertrio um Egon Olsen gibt es als Bühnenversion mit einem theatertauglichen Coup.

Aladin kommt im November auf die Bühne

Die letzte große Premiere im Jahr 2022 ist für den 25. November mit dem Stück „Tango unterm Regenbogen“ geplant. Kurz vorher zeigt die Volksbühne Michendorf für Kinder ein Märchen aus 1001 Nacht: „Aladin und die Wunderlampe“ hat am 6. November Premiere. Schulvorstellungen gibt es vom 7. bis 17. November 2022.

Neue Konzertreihe: Musik im Foyer

Auch zwei Lesungen – mit Jürgen Wegscheider (13. Februar) und Jürgen Zartmann (6. März) – sind geplant. Und es wird eine neue Konzertreihe geben. „Musik im Foyer“ heißt sie und startet am 5. Februar unter dem Titel: „Heute Nacht oder nie – Tonfilm, Tanz und tolle Titel“.

Der Vorverkaufsstart für alle Vorstellungen beginnt am 1. November. Weitere Informationen: www.volksbühnemichendorf.de

Von Jens Steglich