KRIMILESUNG mit Jürgen Zartmann

Jürgen Zartmann liest wahre Geschichten des Anwalts, Strafverteidigers und Autors Ferdinand von Schirach

Nach seinem Schauspielstudium an der Theaterhochschule Leipzig spielte Zartmann ab 1963 zunächst Theater am Landestheater in Halle, am Staatstheater in Schwerin sowie am Nationaltheater in Weimar, als er Ende der 1960er Jahre für das Fernsehen der DDR entdeckt wurde. Hier spielte er seine erste große Hauptrolle, die des Kommunisten Artur Becker, in der gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahr 1971 und wechselte anschließend zum Schauspielensemble des Deutschen Fernsehfunks (DFF).

Jürgen Zartmann ist vielen Zuschauern als Oberleutnant Bergmann in „Polizeiruf 110“, als Navigator Jürgen Graf in „Treffpunkt Flughafen“ und als Bootsmann Reinhart in der Fernsehserie „Zur See“ in guter Erinnerung.  Er war einer der profiliertesten Protagonisten des Fernsehensembles der DDR und den jüngeren Zuschauern sicher aus „Verbotene Liebe“ bekannt.

Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen „großartigen Erzähler“, die NEW YORK TIMES einen „außergewöhnlichen Stilisten“, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei „eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur“. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ und seine Romane „Der Fall Collini“ und „Tabu“ wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern, die bisher in mehr als 40 Ländern erschienen sind.

Sein erstes Theaterstück „Terror“ wurde parallel am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Schirach wurde mit mehreren – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Seinen Erfolg erklärt die französische LIBÉRATION so: „Schirachs Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.“ Ferdinand von Schirach lebt in Berlin.

Sonntag, 02.02.2020, 17.00 Uhr im Foyer der Volksbühne