Jedermann

Jedermann

In der St. Nikolaikirche in Potsdam

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist ein Theaterstück von Hugo von Hoffmannsthal, das am 1. Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt wurde. Seit 1920 wird das Stück jedes Jahr bei den von Reinhardt und Hofmannsthal begründeten Salzburger Festspielen aufgeführt.

Nach dem Vorbild spätmittelalterlicher Mysterienspiele, treten im Jedermann neben den Figuren von Gott und Teufel auch der Tod, der Mammon, der Glaube und andere abstrakte Begriffe als Personifikationen auf. Der wohlhabende Jedermann sieht sich unerwartet mit dem Tod konfrontiert, der ihn vor seinen Schöpfer führen will. Weder sein treuer Knecht noch seine Freunde noch sein Geld wollen ihn ins Grab begleiten. Erst der Auftritt seiner Werke und des Glaubens bringen ihn dazu, sich zum Christentum zu bekennen und als reuiger Bekehrter ins Grab zu steigen.

Der Jedermann von Hugo von Hoffmannsthal ist seit Jahrzehnten ein Publikumsmagnet. Es berührt die Menschen und gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit findet der Zuschauer hier einen Moment, um sich auf die wesentlichen Dinge im Leben wieder zu besinnen.

Das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ um die Kernthemen Tod, Sünde, Gnade und Vergebung in der Gegenwart Gottes nach dem Vorspiel mittelalterlicher Mysterienspiele ist seit 80 Jahren in Salzburg ein Dauerläufer und war auch 15 Jahre lang am Berliner Dom erfolgreich.

In Potsdam gab es noch nie eine Aufführung des Jedermann. Dies stellt sich als zusätzlicher Reiz dar, das Stück vor den Toren Berlins aufzuführen. Hier haben wir die Chance, Potsdam weiter als Theaterstadt auszubauen und dann ein Gegengewicht zum Jedermann in Salzburg zu etablieren.

Mit diesen Aufführungen entsteht die Möglichkeit, einen neuen Akzent in der St. Nikolaikirche zu setzen, der in idealtypischer Weise bürgerliches Theaterspiel und geistliche Themen verbindet und somit zu einer Touristenattraktion in Potsdam werden soll.

 

Weitere Infos unter www.jedermann-potsdam.de