Erstmals Musical an der Volksbühne Michendorf

FÜR MICH SOLL‘S ROTE ROSEN REGNEN

Mitreißendes Musical über das Leben der legendären Hildegard Knef

Es ist das Jahr 1975: Hildegard Knef ist auf dem Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere doch privat in der Krise. Der 50-jährige deutsche Weltstar, dem Krebs knapp entronnen, doch vom Mann verlassen, sitzt vor der Schreibmaschine und blickt in den Spiegel der eigenen Vergangenheit.

Da trifft die „Knef“ die junge „Hilde“: zwei Frauen, eine Person. Sie streiten sich, fallen sich ins Wort. Es beginnt eine schonungslose Abrechnung der Knef mit sich selbst.

Eins und eins, das macht zwei: Abwechselnd spielen Alexandra Marinescu und Tina Nicole Kaiser den aufstrebenden Hollywood-Star und die schicksalsgebeutelte Diva Hildegard Knef. Verschiedene Persönlichkeiten der Knef stehen oftmals zusammen auf einer Bühne und entwerfen ein „musikalisch-seelisches Portrait“, wie Autor James Lyons die Revue über eine Frau nennt, „die eben nicht auf Rosen gebettet war“.

Ein genialer Schachzug, die Knef aufzuspalten und ihr zwei Gesichter und zwei Stimmen zu geben: Hilde und die Knef im Zwiegespräch: Abrechnung und schließlich Aussöhnung mit der eigenen Biografie, ihrem So-Sein, der Sehnsucht, der Einsamkeit. Stationen aus Leben und Karriere der Schauspielerin, Sängerin, Autorin flammen auf und bieten in dieser Collage weit mehr als Nostalgie.

Durch diesen spannenden Musical Abend führt „Der Mann“, der Conférencier des Stückes. Er interpretiert die Rollen der Männer in Hildegard Knefs leben. Gespielt werden Sie von dem bekannten Musical-Darsteller Armin Sengenberger, der u.a. in den Musicals „Buddy Holly Story“ und „Das Wunder von Bern“ große Erfolge feierte.

Ausschließlich aus Originaltexten von Hildegard Knef zusammengestellt aus den Romanen „Der geschenkte Gaul“, „So nicht“ und „Das Urteil“, und den circa 25 Chansons, den schönsten, ordnet sich diese Lebensgeschichte. Melancholische, unaufdringliche Poesie, spröde und wahrhaftig. Fast hätte man vergessen, welch wunderbare Texte die Knef hinterlassen hat, wie scharf sie beobachtete, wie zerrissen und melancholisch sie war. Wie herzergreifend sie von Stimmungen und rarem Glück erzählen konnte.

Mit dieser musikalischen Produktion beschreitet die Volksbühne Michendorf neue Wege. Erstmals wird es ein Musical im Haus an der Potsdamer Straße geben. Musikalisch wird das Stück von Nicolai Orloff geleitet. Die Regie liegt in den Händen von Christian A. Schnell und Steffen Löser.

Veröffentlicht in News